Arthrose
Der Begriff Arthrose bezeichnet nach einer nicht-amtlichen Definition den Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt.
Ursache kann entweder
- ein Übermaß an Belastung (wie z.B. berufsbedingte einseitige Intensivbelastungen, Übergewicht und Leistungssport),
- angeborene Fehlstellungen oder posttraumatisch bedingte Verletzungsfolgeschäden,
- die Deformierung durch Knochenerkrankungen (wie z.B. Osteoporose),
- oder auch eine Gelenkentzündung (Arthritis) sein.
Grundsätzlich können alle Gelenke von arthrotischen Veränderungen betroffen werden. In Deutschland ist die Erkrankung am häufigsten im Kniegelenk lokalisiert. Arthrose ist eine der häufigsten Beratungsanlässe in der allgemeinmedizinischen Praxis.
Bei der Arthrose führt eine anfängliche Knorpelschädigung zu Veränderungen am Knochen:
- Stadium I: es kommt zu Rauhigkeiten und Ausdünnung der Knorpelschicht, tangentiale Fissuren treten auf.
- Stadium II: es treten bereits tiefliegende Substanzdefekte (Ulcerationen) auf, das Bindegewebe und die Knorpelzellen vermehren sich.
- Stadium III: es wird hyaliner Knorpel (hat eine hohe Druckelastizität) durch Granulationsgewebe und minderwertigeren Faserknorpel ersetzt. Es bilden sich Pseudozysten aus nekrotischem Knorpel- und Knochengewebe (Geröllzyste).
- Stadium IV: die Knochenplatte eines Gelenkes flacht ab. Um den Druck auf dem Gelenk abzufangen bilden sich Randwülste am Knochen (Osteophyten).
Diagnose und Behandlung
Mit Hilfe unserer hochwertigen MRT-Aufnahmen und Auswertemethoden können wir eine Arthrose schon im Frühstadium (I.) erkennen. Um das Fortschreiten der Gelenkveränderungen zu verhindern, werden
- mechanische Risikofaktoren wie Gelenkdysplasien, die zu vermehrter Druckbelastung des Gelenkknorpels führen, chirurgisch korrigiert,
- der Gelenknorpel geglättet oder
- im fortgeschrittenen Stadium die Gelenkfläche endoprothetisch ersetzt.
Diese ursachenbezogene Handlungsweise verhindert den Reiz auf die Schmerzmediatoren natürlich am effektivsten, wenngleich natürlich auch die lokale Schmerztherapie durch Unterdrückung der lokalen Auswirkung der Schmerzmediatoren Hilfe bringt.
Die definitiv langfristigste Lösung ist immer eine Endoprothese. Komplikationen sind bei erfahrenen Operateuren selten, allerdings müssen nach 15 Jahren ca. 15 - 20 % der Prothesen getauscht werden. Die dann erforderliche Wechseloperation ist wesentlich aufwändiger als die Primäroperation und daher auch mit deutlich mehr Komplikationen belastet. Da jedes Mal Knochensubstanz "verbraucht" wird, lassen sie sich nicht beliebig oft wiederholen. Daher wird im Regelfall versucht, die Erstimplantation bis ins 6. Lebensjahrzehnt herauszuzögern.
Es ist also immer eine individuelle Entscheidung für das jeweils beste Verfahren!
Sie sollen vor Ihrer Entscheidung genau wissen, was auf Sie zukommt und ob Sie mit der Behandlung zufrieden sein werden. Dafür nehmen wir uns gerne Zeit!
Übrigens wird Ihre Behandlung in der Esculapklinik nicht nur von Privatversicherungen, sondern auch zum Teil von den BKK (Betriebskrankenkassen), der IKK (Innungskrankenkassen) und der DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) im Rahmen Integrierter Versorgungsverträge übernommen! Weitere Krankenkassen klären wir gern auf Anfrage. Für Selbstzahler und Zusatzversicherte sind wir natürlich ebenfalls gern da. Sprechen Sie uns an!
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