Nervenschonende Operationstechnik
bei Eingriffen an der Schilddrüse
Das wichtigste Kriterium bei der Operation der Schilddrüse ist die Schonung des Stimmbandnerven (N. recurrens), da eine Verletzung des Nerven zu Heiserkeit und im ungünstigsten Falle zu Atemnot führen kann. Aus diesem Grund führen wir bei jedem Eingriff an der Schilddrüse das sogenannte Neuromonitoring, d.h. die Überprüfung des Stimmbandnerven während der Operation auf seine Unversehrtheit, durch. Damit wird das Risiko einer Verletzung des Nervens um ein vielfaches gesenkt. Heutzutage ist dieses Vorgehen Standard in der Schilddrüsenchirurgie, auch wenn noch nicht alle Operateure dieses Verfahren anwenden.
Desweiteren müssen unbedingt die der Schilddrüse anliegenden Nebenschilddrüsen geschont werden, da es andernfalls zu einer Störung im Kalziumstoff-wechsel geben kann, was sich in Taubheitsgefühlen an den Händen und im Gesicht und in einer erhöhten Krampfneigung äußern kann. Falls Nebenschilddrüsengewebe nicht erhalten werden kann, verpflanzen wir das Gewebe in den Halsmuskel damit es für den Organismus nicht verloren geht, wir führen eine sogenannte Autotransplantation der Nebenschilddrüsen durch. Das so verpflanzte Gewebe heilt in aller Regel nach einigen Wochen ein und produziert dann wieder regelrecht Hormone für den Kalziumhaushalt, ein wichtiger Baustein im Knochenstoffwechsel.
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