Analabszess

Ein Analabszess ist eine sehr schmerzhafte und kaum zu ertragende Eiteransammlung im Bereich des Schließmuskels, das Abszess bedarf in aller Regel einer operativen Sanierung. An erster Stelle steht dabei zunächst die Entlastung des Abzesses durch chirurgische Eröffnung, so dass der Eiter nach außen abfließen kann. Aber genauso wichtig ist die definitive Sanierung unter Schonung des Schließmuskels, da sich fast immer aus einem Analabszess eine Analfistel entwickelt. Analabszesse operieren wir immer in Vollnarkose, da eine lokale Betäubung hier nicht wirksam ist.

 

Analfistel

Analfisteln sind röhrenförmige Verbindungen zwischen dem Analkanal bzw. Enddarm und der Haut des Afters. Der Entstehung einer Analfistel geht in aller Regel ein Abszess voraus. Analfisteln kommen in sehr unterschiedlichen Ausprägungen und Verzweigungen vor und bedürfen normalerweise einer Operation. Das genaue operative Vorgehen ist dabei sehr unterschiedlich und individuell, so dass in jedem Einzelfall abgewogen werden muss, welches Verfahren zur Anwendung kommt. Prinzipiell kann man Analfisteln spalten, herausschneiden oder aber auch mit einem Faden drainieren, so dass ein sicherer Abfluss von Sekret gewährleistet wird.

 

Analfissur

Eine Analfissur ist ein oberflächlicher Einriß oder auch ein tiefer Defekt in der Haut das Analkanals. Die akute Analfissur wird zunächst konservativ mit Stuhlregulierung, schmerzlindernden, durchblutungsfördernden Salben und Sitzbädern behandelt. Wenn jedoch diese konservativen Maßnahmen versagen, hat sich die operative Ausschneidung der Fissur sehr gut bewährt. Wir bieten diesen Eingriff als ambulante oder kurzstationäre Behandlung an.