Hämorrhoiden

Hämorrhoiden (griech. Blutfluss) sind eine Volkskrankheit.

Das Wort Hämorrhoide wurde für Laien und Ärzte unglücklicherweise zum Synonym für jede Veränderung am After. Dabei ist strenggenommen eine Hämorrhoide der Vorfall eines krampfaderartig veränderten Gefäßkissens des untersten Enddarms in den Analkanal oder vor den After.

Physiologisch braucht jeder Mensch Hämorrhoiden zum Feinverschluss und zur Abdichtung des Enddarmes, andernfalls würde man inkontinent sein. Jedoch können diese Hämorrhoiden sich derart vergrößern, dass sie verschiedene Symptome und Veränderungen hervorrufen. Dies können Blutungen, Juckreiz, Brennen, Nässen, Schleimabgang, Schleimhautvorfall, Stuhlschmieren und Blutarmut sein.

Man teilt die Hämorrhoiden nach ihrer Ausdehnung in Stadien ein:

  • Stadium I: äußerlich nicht sichtbare und tastbare Hämorrhoiden
  • Stadium II: beim Pressen oder Stuhlgang nach außen vortretende Hämorrhoiden, die sich von selbst in den Analkanal zurückziehen
  • Stadium III: bereits bei leichtem Pressen hervortretende Hämorrhoidenknoten, die mit dem Finger in den Anus zurückgeschoben werden müssen
  • Stadium IV: entspricht dem Vorfall der Analschleimhaut, der sich nicht zurückzieht und nicht zurückschieben läßt

Behandlung

In den beiden Anfangsstadien (I. und meist II.) können die Hämorrhoiden konservativ mittels

  • Stuhlregulierung - durch z.B. balaststoffreiche Ernährung, Gewichtsreduktion, reichlich Bewegung und kurz Toilettengänge) und
  • Verödungsbehandlung, sowie Abbindung mit Gummibändern behandelt werden.

Bei Versagen der konservativen Behandlung und Hämorrhoiden III. und IV. Grades muß die Krankheit operiert werden. Alle Operationsverfahren werden in Allgemeinnarkose ambulant durchgeführt.

Wir bieten im Wesentlichen zwei Operationsverfahren an der Esculapklinik an:

  • Das erste ist das Verfahren der Hämorrhoidektomie (= Entfernung der Hämorrhoidalknoten) nach Milligan-Morgan, wobei die vergrößerten Gefäßkissen segmental entfernt werden. Das sehr bewährte und sichere Verfahren hat den Nachteil der langen und am Anfang sehr schmerzhaften Nachbehandlung, was durch eine entsprechende Schmerztherapie abgemildert wird.
  • Das zweite Verfahren ist eine moderne Operationsmethode mittels eines speziellen Hämorrhoidenstaplers, die sog. Hämorrhoidopexie nach Longo. Hierbei werden die Hämorrhoiden nur verkleinert und so im Analkanal angeheftet, dass sie nicht mehr nach außen fallen können. Bei dieser Methode wird durch den Analkanal im Enddarm operiert, was eine wesentlich schmerzärmere und kürzere Nachbehandlung nach sich zieht. Auf der anderen Seite birgt diese Methode Risiken einer Analkanalverengung, die abzuwägen sind.

Es ist also immer eine individuelle Entscheidung für das jeweils beste Verfahren!

Sie sollen vor Ihrer Entscheidung genau wissen, was auf Sie zukommt und ob Sie mit der Behandlung zufrieden sein werden. Dafür nehmen wir uns gerne Zeit!

Übrigens wird Ihre Behandlung in der Esculapklinik nicht nur von Privatversicherungen, sondern auch von den BKK (Betriebskrankenkassen) und der DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) im Rahmen Integrierter Versorgungsverträge übernommen! Sprechen Sie uns an!

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