Operation der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse, die eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielt und den Knochenabbau hemmt. Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird als Kropf (Struma) sichtbar.  Die Indikation zur Operation der Schilddrüse wird erst dann gestellt, wenn trotz einer konservativen Therapie

  • eine Größenzunahme der Schilddrüse (Struma)eintritt, die zu subjektiven Beschwerden führt - wie Engegefühl, Schluckstörungen oder gar Einengung der Luftröhre mit Behinderung der Atmung.
  • verdächtig verändertes Schilddrüsengewebe (kalte Knoten oder Malignome) entsteht,
  • oder die Entwicklung einer Überfunktion (Hyperthyreose) bei ursprünglich normaler Hormonproduktion vorliegt.

"Etwas ist überflüssig wie ein Kropf" weist im Volksmund auf den hinderlichen Charakter einer Sache hin. In Süddeutschland und Österreich ist ein Kropfband sogar Bestandteil der Tracht - es sollte den Kropf selbst oder die mit damaligen Operationstechniken sichtbar verbleibende Narbe ästhetisch verdecken.

Elementar in der Behandlung der Schilddrüsenerkrankungen ist die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachdisziplinen der Nuklearmedizin, der Inneren Medizin (Endokrinologie) und der Chirurgie.  

Die Operation

Das wichtigste Kriterium bei der Operation ist die Schonung des Stimmbandnerven (N. recurrens), da eine Verletzung des Nerven zu Heiserkeit und im ungünstigsten Falle zu Atemnot führen kann. Aus diesem Grund führen wir bei jedem Eingriff an der Schilddrüse das sogenannte Neuromonitoring, d.h. die Überprüfung des Stimmbandnerven während der Operation auf seine Unversehrtheit, durch.

Desweiteren müssen unbedingt die der Schilddrüse anliegenden Nebenschilddrüsen geschont werden, da es andernfalls zu einer Störung im Kalziumstoffwechsel kommen kann - was sich in Taubheitsgefühlen in den Händen, im Gesicht und in einer erhöhten Krampfneigung äußern kann. Falls Nebenschilddrüsengewebe nicht erhalten werden kann, verpflanzen wir das Gewebe in den Halsmuskel damit es für den Organismus nicht verloren geht. Das so verpflanzte Gewebe heilt in der Regel nach einigen Wochen ein und produziert dann wieder Hormone für den Knochenstoffwechsel.

Die Operation wird von Dr. Ziad Zeidan über einen ca. 3-4 cm queren Halsschnitt knapp oberhalb des Brustbeins durchgeführt. Die Haut wird kosmetisch mit einem sich selbst auflösenden Faden genäht, so dass hier eine nur ganz feine Narbe übrig bleibt. Der Eingriff selbst dauert zwischen 1-2 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 3-4 Tage.

Die Nachbehandlung

Das entnommene Gewebe wird unmittelbar pathologisch untersucht, bei bösartigen Befunden erfolgt oft eine Nachoperation oder eine Radiojodtherapie.

Die Nachsorge besteht aus regelmäßiger Kontrolle der Schilddrüsenhormone und des TSH (Thyreotropin ist ein Hormon, das stimulierend auf die Jodaufnahme wirkt).

Je nach Größe und Funktion des Schilddrüsenrestes wird mit Tabletten eine Hormonersatztherapie (Substitution) oder - zur Vermeidung eines erneuten Auftretens einer Struma - eine die Schilddrüsenfunktion hemmende (Suppression) Therapie durchgeführt.

Es ist also immer eine individuelle Entscheidung für das jeweils beste Verfahren!

Sie sollen vor Ihrer Entscheidung genau wissen, was auf Sie zukommt und ob Sie mit der Behandlung zufrieden sein werden. Dafür nehmen wir uns gerne Zeit!

Übrigens wird Ihre Behandlung in der Esculapklinik nicht nur von Privatversicherungen, sondern auch von den BKK (Betriebskrankenkassen) und der DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) im Rahmen Integrierter Versorgungsverträge übernommen! Sprechen Sie uns an!

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